Der Kohlerhof
Die Existenz dieses Hofes reicht bis in die Zeit um 750,also weit vor die Gründungsjahre der umliegenden OrtschaftenSteingaden, Prem und Lechbruck.
Im Jahre 1147 kam diese Hofstatt mit dem vormaligen Hof- und Ortsnamen „Golder“ in Besitz des neu gegründeten Welfenklosters Steingaden. Die jeweiligen Familien auf diesem Hof warenüber Jahrhunderte nur im Lehen, also Pächter auf diesem bäuerlichen Anwesen. Als Klosteruntertanen mussten sie hohe Abgaben, den sog. Zehent, leisten und Schardienste für das Kloster Steingaden verrichten. Erst nach der Säkularisation in Bayern im Jahre 1803 wurde aus diesen Pächtern mit nur wenigen grundherrlichen Rechten, um richtige Eigentümer dieses Bauerngutes.
Die erste urkundliche Erwähnung des Hofes stammt aus dem Jahre 1548.Zu einem Markungsvertrag wird ein Hannsen Uren am „Golderhof uff der Halden“ genannt. Seit diesem Jahr 1548 bis heute sind die Namen der Hofinhaber lückenlos nachweisbar.
Es waren viele verschiedene Namen, bis am 18. Februar 1899 das EhepaarAlois und Wilhelmine Kohler diesen Hof käuflich erstanden. Der alte Hausname „Golder“ geriet allmählich in Vergessenheit, nach dem Familienname der neuen Besitzerfamilie wurde nun der neue Hausname „beim Kohler“ im Volksmund gebräuchlich.
Karin und Fritz Kohler, ein Enkel des Erwerbers richteten im Jahre 1996 in den Räumen der ehemaligen Landwirtschaft eine rustikale Gastwirtschaft, mit einem dazugehörigen Speck und Weinstad`l ein.
Seit dem 1. Dezember 2006 verwöhnen die Urenkel der damaligen Erwerber, Georg und Michael Kohler die Gäste im urig, gemütlichen Gasthaus
„Kohlerhof“ im Gründl.







